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„Andockstelle“ gewünscht
Fast ein Dutzend Gruppen mit mehr als hundert Engagierte: Dass die Jugendarbeit in der St. Felizitas-Gemeinde breitgefächert ist, konnten am Dienstagabend die Mitglieder des Pfarrgemeinderats und des Kirchenvorstands erleben. Erstmals organisierte der Sachausschuss Jugend des PGR eine Zusammenkunft zwischen Vertretern der Jugendgruppen und den beiden Gremien, die fast vollständig vertreten waren.
In erster Linie zielte der Abend auf das gegenseitige Kennenlernen ab. Daher saßen die Gruppen auch bunt gemischt an den Tischen. Nach kurzen Filmen und Präsentationen über die Jugendgruppen zeigte sich Vorstandsmitglied und Moderatorin Eva Voss „schwer beeindruckt, wie vielfältig die Jugendarbeit in St. Felizitas ist“.
Vorstandsmitglied Michael Oestermann fand die kirchliche Jugendarbeit darüber hinaus wichtig, da „jemand, der aus der Gemeinde wächst, später auch Aufgaben in den Gremien übernimmt“. Unrecht hatte er nicht. Eine Umfrage zeigte, dass fast alle derzeit Aktiven in den Gremien auch in der Jugendarbeit tätig waren.
Das von den Jugendlichen angesprochene Hauptproblem war der umständliche Kontakt zwischen Jugendgruppen und den Räten. „Wir wünschen uns jemanden, zu dem wir hingehen können, eine Kontaktstelle zum Hauptamt“, sagte Messdiener-Leiter Niklas Wiechert. Bis vor einigen Jahren unterstützten noch ein Kaplan und ein Pfarrer, deren Stellen ersatzlos gestrichen wurden, die Jugendgruppen. Die Personen, die aktuell eine „Andockstelle an das Hauptamt“, wie Eva Voss sagte, bilden, sind auf Dauer eingestellt. „Man braucht aber kontinuierlich jemanden und nicht nur für ein Jahr“, so eine Wortmeldung. Letztlich fasste Pfadfinder Alex Thyroff das Problem zusammen. „Wenn wir keinen haben, dann kommen wir uns nicht näher.“ Michael Oestermann sehe derzeit keine „Einzelperson, die ständig da ist“. Nachdem das Thema aber nun angestoßen wurde, soll in kleinerem Kreis weiter diskutiert werden.
Text und Foto: Westfälische Nachrichten
Unter falscher Flagge
Angebliche Pfadfinder sammelten Spenden
Verwundert hat sich jetzt eine Anwohnerin des Margeritenrings ans Pfarrbüro St. Felizitas gewandt und auf ungewöhnliche Praktiken des Spendensammelns angeblicher Pfadfinder aufmerksam gemacht. "Das waren ganz sicher keine Pfadfinder", erklären dazu Tobias Petrausch und Alexander Thyroff, die beiden Stammesvorsitzenden der Pfadfinder in der Steverstadt, auf WN-Nachfrage.
"Wir sammeln grundsätzlich nicht an der Haustür. Wir finanzieren uns anders", stellt Alexander Thyroff fest und verweist auf - vorher angekündigte - Aktionen in der Osterzeit oder zu Nikolaus. "Wer für uns spenden will, kann sich an den Förderverein wenden", sagt er.
Bereits vor einigen Monaten waren im gleichen Wohngebiet Jugendliche unterwegs und hatten die Anwohner an den Haustüren um Spenden für die Pfadfinder gebeten (WN berichteten). "Das könnten sogar die selben Jugendlichen gewesen sein", vermutet Tobias Petrausch. Ob die Pfadfinder Anzeige erstatten wollen, wird im Führungskreis noch beraten.
Die Pfadfinder raten jedem, der von angeblichen Pfadfindern um eine Spende gebeten wird, nichts zu geben, sondern sich die Namen der Sammler geben zu lassen oder, noch besser, die Polizei zu informieren. Sie können sich auch bei Alexander Thyroff (Telefon unter Kontakt) melden.
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