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SCOUTE DICH Flashmob - „Das kann man nicht einfach wegwischen“
„Das kann man nicht einfach wegwischen“???
Wie, was kann man nicht einfach wegwischen? Was ist das? Fragen? Dann mal aufgepasst!
Im Rahmen der SCOUTE DICH! Tage findet am 8. Oktober unter dem Motto „Das kann man nicht einfach wegwischen“ der zweite SCOUTE DICH! Flashmob statt.
Wann?
Wir kommen alle, ohne uns vorher zu Treffen, am Samstag um ca. 11:50 Uhr zum Markt in Lüdinghausen. Wenn wir viele werden, weichen wir auf andere Plätze aus, wo wir auffallen.
Was?
Um Punkt 12 Uhr fangt ihr an, eure Umgebung zu putzen. Auf ein Signal hin zieht ihr wenige Minuten später eure Jacken aus und verteilt Flashmob-Visitenkarten an die Passanten, auf denen einfache aber wirksame Klimatipps stehen. Das Ganze können wir mehrmals an unterschiedlichen Stellen in der Stadt wiederholen.
Vorbereitung:
Wir bringen einige Flashmob-Visitenkarten mit. Ihr könnt euch die aber auch selbst ausdrucken: Hier klicken
Ich hoffe, jeder ist dabei. Kommt alle in Jacke und bringt Putzzeug (Besen, Wischmopp etc.) mit.
Wer?
Alle Nicht-Pfadfinder und Klimaschutz-Begeisterten dürfen gerne auch kommen und mit uns "sinnlos" versuchen, den Klimawandel einfach wegzuwischen…
Alle Pfadis ziehen unter der Jacke bitte ihre Kluft an!
Weitere Infos:
Links und Intresantes zum Weiterlesen:
- Was ist ein Flashmob?
- Ein Beispiel vom ersten SCOUTE DICH Flashmobs als Video
- SCOUTE DICH beim Bundesverband und ein Video dazu.
Bilder und mehr gibt es natürlich nachher auf unsere Website www.dpsg-lh.de
Gut Pfad jojo
Afrika hat nicht eins, sondern viele Gesichter - Eindrücke aus Sambia
Auf Grund der vielen Bilder, die ich hier gemacht habe, und um euch ein Eindruck zu vermitteln, wie bunt meine Welt hier ist, stelle ich einige Bilder online. Grade welche von Leuten, die ich fast täglich bei meiner Arbeit im Jugendzentrum oder sonst so sehe.
Erstmal werde ich sie hier unkommentiert veröffentlichen. Ich würde mich über Rückfragen zu einzelnen freuen und werde evtl. nachher noch Geschichten zu einzelnen veröffentlichen.
Fotos:
Ich hoffe, Sambia hat ein oder mehrere Gesicht/ter für euch bekommen. Ich finde es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel hier gelacht wird. Und bitte bei Fragen: Fragt!!!
Gut Pfad, Gruß
Euer jojo
Ja was mach ich eigentlich da?
Da melde ich mich schon wieder über meine Arbeit und meine Partnerorganisation.
Ja was mach ich eigentlich da?
Also wir öffnen zusammen jeden Nachmittag (Mo. zu Sa.) das Jugendzentrum und bieten für all die Interessierten Spiele wie Fußball, Tischtennis oder Schach an.
Das Angebot wird auch echt gut angenommen, es sind so im Schnitt 15-25 Jugendliche und meistens so 20-30 Kids da, die allerdings nicht unsere Räume betreten dürfen. Das beleibt den Älteren vorbehalten.
In der übrigen Zeit haben wir versucht, den Verein für den wir das machen, so um zu bauen, dass das Jugendzentrum in unserer Abwesenheit weiter läuft. Außerdem gibt es viel zu tun, Die Spiel, die wir haben, in Schuss zu halten und bei einem anderen Projekt (KADIDA) zu helfen.
Und für wen arbeite ich da? Die Geschichte von KAYAZ:
Vor nun mehr 7 Jahren ist der Spanische Missionar Fas. Tuex nach Kasempa gekommen und hat angefangen, ein Jugendzentrum und ein Ausbildungszentrum (KADIDA) aufzubauen.
Es bot sich an, dies unter der dem Dach von Yours Alive Zambia (YAZ) zu machen, was eine Sambia weite Jugendorganisation ist, die von einer Deutschen gegründet wurde, um HIV-/AIDS-Aufklärung in Afrika zu machen. Heute ist diese in 6 Staaten Afrikas vertreten. KAYAZ oder Kasempa Yous Aleiv Zambia war geboren.
Durch Spenden seiner Freunde in Spanien und Irischen Geschäftsleuten gelang es, ein Gebäude für die Ausbildung zu bauen, wo morgens unterrichtet werde sollte und am Nachmittag dann ein Jugendzentrum angeboten wurde.
Das Jugendzentrum wurde von vielen Sambischen Freiwilligen geführt, die alle ähnlich wie bei den Pfadies kein Geld dafür bekommen haben und dies in ihrer Freizeit machten und teilweise immer noch machen.
Nachdem Tuex vor zwei Jahren dann vom Bischof zu einem andren Ort bestellt wurde und viele alte Mitglieder Kasempa verlassen haben, da sie woanders ein Job gefunden haben, brach leider vieles zusammen.
Und jetzt Kommen wir! Wir versuchen mit einigen alten und neuen Freiwilligen zusammen das Zentrum aufzubauen und neu zu starten. Was nicht immer ganz einfach ist.
Fotos von meiner Arbeit:
Gruß und Gut Pfad
euer jojo
Sambia - Ein freundliches, verschlafendes Land im Herzen von Afrika
Sorry Sorry, ich weiß ich melde mich spät aber…
Heute lade ich euch nach Sambia ein!
Das Erste, was man wissen muss, ist, dass Sambia groß - nein sehr groß ist, mehr als zweimal größer als die BRD. Zeigt sich z.B. daran, dass ich zum Einkaufen in einem Supermarkt, wie wir den kennen, mal eben 400 km fahre muss.
Das Zweite ist das Sambia ca. 30 % der Kupfervorräte der Welt besitzt, also sehr reich an Bodenschätzen ist. Seit Sambia 1964 unabhängig von den Briten wurde, gab es noch keinen bewaffneten Konflikt, obwohl hier 7 unterschiedliche Volksgruppen zusammenleben. Sambia hat kein direkten Zugang zum Meer, weshalb Waren hier teure sind.
Die Leute sind hier sehr nett, so was wie Rassismus oder Abneigung gegenüber Weißen spürt man gar nicht. Es besteht eher immer ein Interesse, etwas über Deutschland und Europa zu hören. Da die Weißen immer die Reichen in diesem Land waren und durch Hilfsorganisationen die teils blind Gelder verteilen, der Weiße im Rufe steht, Geld zu bringen, geht jeder davon aus, dass du auch Unmengen Geld besitzt.
Wenn man über Sambia spricht, muss man auch immer HIV /AIDS zum Thema machen. Offiziell sind 15 % HIV-positiv, wahrscheinlich sogar eher 20%, was bedeutet, dass jeder Fünfte infiziert ist.
Und Kasempa?
Die kleine 6000 Einwohnerstadt liegt in einer wunderbare Landschaft. Aufgrund der Entfernung zu großen Städten ist sie sehr verschlafen…
Die Leute hier leben von der Landwirtschaft, die meisten, mit denen ich zusammenarbeite, sind Gelegenheitsarbeiter, die auf den Feldern und dem Bau helfen und meist noch ein kleines Feld haben. Die Leute sind immer freundlich und kennen nur wenige Weiße.
Unterhaltung gibt es hier nur in der Kirche… das Einkaufen von anderen Produkten, als das was hier angebaut wird, ist fast nicht möglich.
Fotos
Es ist halt mein kleines, verschlafendes Dorf.
Gruß und Gut Pfad jojo
Unterschiede wie Welten! Auf unsere Welt!
Unterschiede wie Welten nicht nur zwischen DE und Sambia, nein auch in Sambia gibt es riesen Unterschiede.
Ich habe lange überlegt, wie ich euch das alles, was ich hier erlebe, beschreiben kann. Das Problem ist ganz einfach, dass auch, wenn wir auf einer Wellt leben, die Unterschiede nicht nur eine Welt ausmacht. So ist der Unterschied Lusaka (Hauptstadt mit ca. 3 Mio. Einwohnern) und Deutschland schon riesig, aber wenn man dann den nächsten Schritt wagt und zu mir nach Kasempa kommt, denkt man, man ist auf einem anderen Planeten. Und dies könnte man noch weiter fortsetzen und in ein kleines Dorf fahren… Ich werde euch in den nächsten Wochen berichten: erst von Sambia/Lusaka dann von Kasempa und von meiner Arbeit. Und sogar von traditionellen Festen und Präsidenten Bankett.
Unsere Afrikanische Geschichte:
Ein riesen Kontinent, die Wiege der Menschheit, ja unsere Vor-vor…. Fahren kamen wahrscheinlich aus Zentralafrika. So gibt es hier die ältesten Funde von Skeletten.
Was wichtig für uns zu wissen ist, dass der Kontinent Ende des 14. Jahrhundert von Europäern „besetzt“ wurde. So hatten viele Staaten auch Deutschland hier Kolonien oder sogenannte Schutzgebiete die den Zweck hatten, den Kontinent auszubeuten, indem man Rohstoffe abbaute, Sklaven verschiffte oder die Landwirtschaft ausnutzte. Kaffee ist da das beste Beispiel.
Die hiesige Bevölkerung wurde zu Lohnarbeit (Arbeit für Geld) gezwungen und entrechtet. Ein funktionierendes System von Tauschhandel und Chefs wurde so zerstört.
Dies geschah natürlich mit einer starken Militärmacht, auch unser Gründer BP war hier für die Britische Krone unterwegs.
In der sogenannten „Berliner Konferenz“ wurden 1878 die heutigen Länder Afrikas zwischen den Mächten aufgeteilt. Daher kommt es, dass es hier Kilometer lange gerade Grenzen gibt oder die Grenzen wurden einfach an Flüssen gezogen, alles von Europa aus.
Dies führte dazu, dass Volksstämme, die wie in Ländern zusammenlebten, geteilt wurden und auf einmal mit anderen (teils) verfeindeten Stämmen ein Land bildeten. Stehlt euch vor, da kommt einer und sagt, ab jetzt gehört alles bis zum Kanal zu den Niederlanden der Rest geht an Dänemark und nun bist du ein Teil von den Niederlanden oder Dänemark. Hier liegt wahrscheinlich einer der Gründe für Konflikte begraben. Als dann die Europäer abzogen, wurden die Länder sich selbst überlassen. Es entstanden die jetzigen Staaten Afrikas.
Weitere Infos:
Der nächste Bericht ist schon fertig, ich will aber nicht zu viel auf einmal veröffentlichen. Nächste Woche reisen wir dann nach Sambia.
Liebe Grüße aus Kasempa
PS: Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal über einen bewölkten Tag freuen würde.
Solwezi - Eine aufstrebende Stadt im Busch
Solwezi war auf meiner Reise nach Kasempa die vorletzte Station. Ich verbrachte hier erst einmal 10 Tage um mich an das „Landleben“ zu gewöhnen und noch die letzten nötigen Einkaufte zu tätigen.
Solwezi liegt ca. 200 km von Kasempa entfernt. Dieser Ort, wo vor einigen Jahren zwei Minen eröffnet haben, wächst rasant. Die eine Mine, in der Kupfer abgebaut wird, gilt schon jetzt als größten des Kontinents und hat den Anspruch, in den nächsten Jahren die größte der Welt zu werden. Deswegen boomt die Stadt wie keine andere Sambias. Weiße sind hier auch noch nicht ganz so selten wie es in Kasempa der Fall ist. Trotzdem möchte sich jeder mit dir unterhalten und alle meinen, dass du, weil du weiß bist, hättest Unmengen Geld und wüstest alles. Ich war keine 3 Stunden hier, da fragte mich einer, wo man hier die besten Steine kaufen könnte. Obwohl ich ihm klar gemacht habe, dass ich das nicht weiß und gerade erst angekommen bin, wollte er das nicht akzeptieren, so dass ich irgendwann einfach gegangen bin. Nicht sehr höflich aber der einzige Weg.
Die ersten Tage bei meinem neuen Arbeitgeber waren ganz entspannt, wenn nicht sogar zu entspannt. Keiner wusste, was er mit mir machen sollte. Deswegen habe ich dann erst mal versucht, den WLAN Router ans Laufen zu bekommen. Internet hier ist echt ein Abenteuer. Dann bricht es zusammen oder die Leitung ist so langsam, dass dpsg-lh zirka 15 Minuten braucht, um die Startseite aufzubauen. Wenn das Netz nicht zusammenbricht. :-D Aber um euch zu berichten, scheuche ich keine Mühen.
Am WE haben wir uns ins Nachtleben gestürzt. Es gibt hier 3 „Clubs“, in die man hier gehen kann. Etwas nervtötend ist, dass man als Musungu dauernd vom DJ mit Namen und Herkunft ausgerufen wurde und auch hier jeder einem was erzählt, anbietet oder fragt. Noch schlimmer als für mich war es für meine Begleiterin Astrid, die das vergangene Jahr hier als Freiwillige verbracht hat und mir gerade die Stadt zeigt. Musste sie doch irgendwann dazu übergehen, Falk (ein weiterer Freiwilliger) oder mich als Ehemann zu bezeichnen. Aber der Umstand, dass wir nun verheiratet waren, sorgte nur dafür, dass sie uns Kühe für sie angeboten haben. Hier zu erwähnen ist, dass in Sambia kein Frauen mehr „verkauft werden“ und die Bieter meistens zu tief ins Glas geschaut hatten. Etwas stressig, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.
Meine momentane Wohnung ist die zweier Freiwilliger aus dem letzten Jahr, die beide nicht da sind. Die Nachbarn sind in Sambia die sehr nett, sind sie sind z.B. mit mir Einkaufen gefahren, damit ich die Einkäufe für den nächsten Monat (ich bereite mich auf Kasempa vor) nicht tragen musste. Allerdings haben sie vergessen, das Wasser zu bezahlen, so dass das dann abgestellt wurde. Da wird man dann doch kreativ. Zum Glück konnte ich bei einem Arbeitskollegen duschen.
Es ist sehr schwieg, euch das alles zu beschrieben, was ich erleben. Außerdem möchte ich nicht wie ein Tourist hier rum laufen und Fotos knipsen. Fall ich doch so schon genug auf. Hoffe, es Kommt trotzdem rüber, wie mein Leben hier ist.
Den Bericht habe ich im Zeitraum vom 1. bis zum 11.09.2010 geschrieben, kann ihn leider erst jetzt online stellen, da ich mich für diese Woche wieder in Lusaka befinde. Werde versuchen, noch einen mit tollen Fotos im laufe der Woche zu veröffentlichen. Ich bin aber gut in Kasempa angekommen und habe mich auch schon ein Stück eingewöhnt.
Grüße aus dem sonnigen Sambia und Gut Pfad Jojo







